WordPress-Fehler413

WordPress 413 Request Entity Too Large: Upload-Grenzen richtig anheben

Der Fehler 413 heißt: Die Datei oder Anfrage ist größer, als der Webserver annimmt. Er weist sie ab, bevor WordPress sie überhaupt sieht. Meist trifft es Uploads von Videos, großen Bildern, Plugin-Paketen oder Import-Dateien. Die Grenze setzt bei nginx client_max_body_size, bei Apache LimitRequestBody oder eine Firewall des Hosters. Danach müssen auch die PHP-Werte upload_max_filesize und post_max_size groß genug sein, sonst scheitert der Upload an der nächsten Stelle.

So sieht die Meldung aus

  • 413 Request Entity Too Large
  • Request Entity Too Large
  • HTTP ERROR 413

Woran es liegt.

nginx-Grenze client_max_body_size

nginx lässt in der Grundeinstellung nur Anfragen bis 1 MB durch. Viele Hoster setzen einen höheren Wert, aber nicht immer einen, der für Videos oder große Importe reicht. Alles darüber beantwortet nginx sofort mit 413.

Apache oder Firewall des Hosters

Bei Apache begrenzt LimitRequestBody die Größe einer Anfrage, bei ModSecurity die Regel SecRequestBodyLimit. Beide Werte legt meist der Hoster fest. Auf Shared Hosting lassen sie sich selten selbst ändern.

PHP-Grenzen zu niedrig

Hinter dem Webserver prüft PHP mit upload_max_filesize die einzelne Datei und mit post_max_size die gesamte Anfrage. Ohne eigene Einstellung liegen diese Werte bei nur 2 MB und 8 MB. WordPress zeigt dann statt 413 einen Hinweis auf die maximale Upload-Größe.

CDN oder Proxy davor

Läuft die Seite über Cloudflare oder einen anderen Proxy, gilt zusätzlich dessen Grenze für die Größe einer Anfrage. Sie hängt vom Tarif ab und lässt sich nicht über WordPress ändern.

Datei schlicht zu groß

Unkomprimierte Fotos aus der Kamera, lange Videos oder komplette Sicherungen sind für den Upload über das Dashboard oft zu groß. Hier ist ein anderer Weg sinnvoller als immer höhere Grenzen.

So behebst Du den Fehler.

Leg vor jeder Änderung eine Sicherung von Dateien und Datenbank an. Geh die Schritte der Reihe nach durch und prüf nach jedem, ob die Seite wieder lädt.

  1. Aktuelle Grenze in WordPress ablesen

    Öffne Medien → Mediendatei hinzufügen. Unter dem Upload-Feld nennt WordPress die „Maximale Dateigröße für Uploads“. Unter Werkzeuge → Website-Zustand stehen im Abschnitt „Medienverarbeitung“ die einzelnen PHP-Werte. Ist Deine Datei kleiner und kommt trotzdem 413, bremst der Webserver davor.

  2. PHP-Werte im Hosting-Panel erhöhen

    Die meisten Hoster haben im Kundenbereich eine Seite für PHP-Einstellungen. Setze dort upload_max_filesize auf die gewünschte Größe und post_max_size etwas höher, weil eine Anfrage neben der Datei noch Formulardaten enthält. memory_limit sollte über post_max_size liegen.

  3. .user.ini anlegen, wenn es kein Panel gibt

    Sichere vorhandene Konfigurationsdateien, bevor Du sie änderst. Läuft PHP als FastCGI oder PHP-FPM, liest es eine .user.ini im Hauptordner. Lege sie mit den Zeilen unten an. PHP übernimmt Änderungen erst nach einigen Minuten, weil es die Datei zwischenspeichert. Unter mod_php wirkt .user.ini nicht.

    .user.ini
    upload_max_filesize = 64M
    post_max_size = 72M
    memory_limit = 256M
  4. nginx-Grenze anheben

    Auf einem eigenen Server mit nginx setzt Du client_max_body_size im http-, server- oder location-Block. Der Wert sollte zu post_max_size passen. Prüfe danach die Konfiguration mit nginx -t und lade nginx neu. Bei Managed Hosting ändert der Hoster diesen Wert auf Anfrage.

    nginx (http- oder server-Block)
    client_max_body_size 72M;
  5. Apache und ModSecurity berücksichtigen

    Kommt der 413 von Apache, begrenzt LimitRequestBody die Anfrage. Auf einem eigenen Server setzt Du den Wert im VirtualHost oder in der .htaccess, angegeben in Byte. Bei ModSecurity entscheidet SecRequestBodyLimit. Auf Shared Hosting ändert beides nur der Support.

    Apache (VirtualHost oder .htaccess)
    # 72 MB in Byte
    LimitRequestBody 75497472
  6. Große Dateien auf anderem Weg hochladen

    Für einzelne sehr große Dateien lohnt keine höhere Grenze. Lade sie per FTP oder SSH auf den Server und übernimm sie mit WP-CLI in die Mediathek. Videos bindest Du besser über einen Videodienst ein. Fotos verkleinerst Du vor dem Upload auf eine sinnvolle Breite.

    Terminal (WP-CLI)
    wp media import ~/uploads/imagefilm.mp4 --title="Imagefilm"
  7. Cloudflare oder Hoster fragen

    Kommt der 413 trotz passender Werte, prüfe, ob Cloudflare oder ein anderer Proxy vor der Seite sitzt. Dessen Grenze änderst Du nur über den Tarif. Sonst schick dem Support Deines Hosters Dateigröße, Uhrzeit und die Adresse, an die der Upload ging.

Zuletzt geprüft am 25. September 2026.

So kommt er nicht wieder.

  • Bilder vor dem Hochladen verkleinern und komprimieren, das spart Speicher und Ladezeit.
  • Upload-Grenzen einmal bewusst festlegen: so groß wie nötig, nicht so groß wie möglich.
  • Nach einem Serverumzug die Werte von nginx, Apache und PHP gemeinsam prüfen.
  • Videos auf einem Videodienst hosten und nur einbetten, statt sie in die Mediathek zu laden.

Fragen zu 413 Request Entity Too Large

Was bedeutet 413 Request Entity Too Large?
Der Webserver lehnt eine Anfrage ab, weil sie größer ist als erlaubt. Bei WordPress passiert das fast immer beim Hochladen von Mediendateien, Plugins, Themes oder Import-Dateien.
Kann ich die Upload-Grenze in der wp-config.php erhöhen?
Leider nicht. Beide PHP-Werte für Uploads stehen fest, bevor ein Skript startet, ein ini_set in WordPress kommt also zu spät. Zuständig sind php.ini, .user.ini, das Hosting-Panel oder bei mod_php die .htaccess. Die Grenze von nginx steht ohnehin in dessen eigener Konfiguration.
Warum meldet WordPress eine zu große Datei, obwohl nginx sie annimmt?
Dann hat der Webserver die Anfrage durchgelassen, aber PHP setzt eine niedrigere Grenze. Erhöhe upload_max_filesize und post_max_size, bis beide über der Dateigröße liegen.
Warum bringt php_value in der .htaccess einen Fehler 500?
Diese Zeilen versteht Apache nur, wenn PHP als Modul mod_php läuft. Bei PHP-FPM oder FastCGI kennt Apache den Befehl nicht und bricht mit 500 ab. Nimm die Zeilen dann wieder heraus und nutze eine .user.ini.

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