WordPress-FehlerERR_TOO_MANY_REDIRECTS

WordPress ERR_TOO_MANY_REDIRECTS: Weiterleitungsschleife auflösen

ERR_TOO_MANY_REDIRECTS bedeutet: Die Seite leitet im Kreis weiter, bis der Browser aufgibt. Bei WordPress widersprechen sich meist zwei Stellen, etwa die Adresse in Einstellungen → Allgemein und eine Weiterleitung beim Hoster, bei http gegen https oder www gegen ohne www. Häufig ist auch Cloudflare mit dem SSL-Modus „Flexible“ schuld. Lösche zuerst die Cookies der Seite. Prüfe dann WP_HOME und WP_SITEURL, den SSL-Modus sowie Plugins für Weiterleitungen und SSL.

So sieht die Meldung aus

  • ERR_TOO_MANY_REDIRECTS
  • Diese Seite funktioniert nicht
  • example.com hat dich zu oft weitergeleitet.
  • example.com redirected you too many times.
  • The page isn’t redirecting properly
  • Fehler: Umleitungsfehler

Woran es liegt.

Adressen in WordPress passen nicht zum Server

Unter Einstellungen → Allgemein legen WordPress-Adresse (URL) und Website-Adresse (URL) fest, wohin WordPress umleitet. Will WordPress auf die Adresse ohne www, der Hoster aber auf die mit www, schicken sich beide den Besucher gegenseitig zu. Dasselbe passiert mit http und https, wenn Plugin und Server gegensätzlich umleiten.

https hinter einem Proxy nicht erkannt

Sitzt ein Load Balancer oder Reverse Proxy vor dem Server, kommt die Anfrage dort oft als http an. WordPress hält die Verbindung für unverschlüsselt und leitet auf https um, der Proxy reicht wieder http durch. Das betrifft besonders wp-admin mit FORCE_SSL_ADMIN.

Cloudflare im Modus „Flexible“

Bei „Flexible“ spricht Cloudflare mit Deinem Server nur über http. Leitet der Server oder WordPress auf https um, schickt Cloudflare die Anfrage erneut per http. So entsteht die Schleife.

Doppelte Weiterleitungsregeln

Eine https-Regel in der .htaccess, ein Schalter im Hosting-Panel, der https erzwingt, ein SSL-Plugin und ein Weiterleitungs-Plugin kommen sich leicht in die Quere. Jede Regel für sich ist richtig, zusammen widersprechen sie sich.

Alte Cookies oder gemerkte Weiterleitungen

Browser merken sich 301-Weiterleitungen und Cookies. Wurde der Fehler auf dem Server schon behoben, kann der Browser die Schleife trotzdem weiter zeigen, bis Cache und Cookies der Seite gelöscht sind.

Cache liefert eine alte Weiterleitung

Ein Cache-Plugin, der Server-Cache oder das CDN kann eine alte Weiterleitung gespeichert haben und weiter ausliefern, obwohl die Einstellung längst stimmt.

So behebst Du den Fehler.

Leg vor jeder Änderung eine Sicherung von Dateien und Datenbank an. Geh die Schritte der Reihe nach durch und prüf nach jedem, ob die Seite wieder lädt.

  1. Browser ausschließen

    Teste die Adresse im Inkognito-Modus oder mit einem zweiten Browser. Klappt es so, lösche Cookies und Cache nur für diese Domain. Chrome bietet das über das Symbol links neben der Adresse an. Bleibt die Schleife auch im privaten Fenster, liegt sie auf dem Server.

  2. Weiterleitungskette sichtbar machen

    Im Terminal zeigt curl jede Station der Kette. Du siehst, zwischen welchen Adressen die Seite pendelt, zum Beispiel zwischen http und https oder mit und ohne www. Ohne Terminal hilft ein Online-Prüfer für Weiterleitungen. Das Muster verrät, welche Stellen sich widersprechen.

    Terminal
    curl -sIL --max-redirs 10 https://example.com | grep -iE '^(HTTP|location)'
  3. WordPress-Adressen prüfen und korrigieren

    Sichere zuerst die wp-config.php und die Datenbank. Prüfe unter Einstellungen → Allgemein, ob beide Adressen mit https und der richtigen www-Variante eingetragen sind. Kommst Du nicht ins Dashboard, setze sie in der wp-config.php. Diese Werte haben dann Vorrang vor der Datenbank. Per WP-CLI geht es mit wp option update home und siteurl.

    wp-config.php
    define( 'WP_HOME', 'https://www.example.com' );
    define( 'WP_SITEURL', 'https://www.example.com' );
  4. SSL-Modus in Cloudflare umstellen

    Nutzt Du Cloudflare, öffne im Dashboard den Bereich SSL/TLS. Steht der Modus auf „Flexible“, stell ihn auf „Full (strict)“. Dafür braucht Dein Server ein gültiges Zertifikat, etwa von Let's Encrypt über den Hoster oder ein Origin-Zertifikat von Cloudflare. Die Schleife verschwindet dann meist sofort.

  5. https hinter einem Proxy erkennen lassen

    Steht Dein Server hinter einem Load Balancer oder Reverse Proxy, der die https-Verbindung beendet, sagen diese Zeilen WordPress, dass die Verbindung verschlüsselt war. Setze sie in der wp-config.php weit oben ein, vor dem Laden von wp-settings.php. Nutze sie nur, wenn der Proxy den Header wirklich mitschickt.

    wp-config.php
    if ( isset( $_SERVER['HTTP_X_FORWARDED_PROTO'] ) && 'https' === $_SERVER['HTTP_X_FORWARDED_PROTO'] ) {
        $_SERVER['HTTPS'] = 'on';
    }
  6. Weiterleitungs- und SSL-Plugins abschalten

    Benenne per FTP die Ordner von SSL-, Weiterleitungs- und Cache-Plugins unter wp-content/plugins um. Verschwindet die Schleife, aktiviere sie einzeln wieder. Für https sollte nur eine Stelle zuständig sein, am besten der Server. Doppelte Regeln fliegen raus.

  7. .htaccess-Regeln aufräumen

    Öffne die .htaccess und suche eigene Regeln für https oder www über dem WordPress-Block. Behalte höchstens eine davon. Hinter Cloudflare „Flexible“ oder einem Proxy meldet %{HTTPS} immer off, dort erzeugt so eine Regel die Schleife selbst. Eine saubere Regel für https sieht so aus:

    .htaccess
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTPS} off
    RewriteRule ^ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301]
  8. Caches leeren und Hoster fragen

    Leere nach jeder Änderung den Cache des Plugins, des Servers und des CDN. Kreist die Seite danach immer noch, schick dem Hoster die Ausgabe von curl. Er sieht, welche Weiterleitung aus der Server-Konfiguration kommt, die Du selbst nicht einsehen kannst.

Zuletzt geprüft am 25. September 2026.

So kommt er nicht wieder.

  • Die Umleitung auf https und die bevorzugte www-Variante nur an einer einzigen Stelle festlegen.
  • Bei Cloudflare von Anfang an den SSL-Modus „Full (strict)“ mit gültigem Zertifikat nutzen.
  • Nach einem Umzug oder Domainwechsel beide Adressen unter Einstellungen → Allgemein prüfen, bevor Weiterleitungs-Plugins aktiv werden.
  • Nicht mehrere SSL- oder Weiterleitungs-Plugins gleichzeitig einsetzen.

Fragen zu ERR_TOO_MANY_REDIRECTS (zu viele Weiterleitungen)

Was bedeutet ERR_TOO_MANY_REDIRECTS bei WordPress?
Chrome hat den Aufruf abgebrochen, weil die Seite immer wieder weiterleitet und dabei im Kreis läuft. Bei WordPress widersprechen sich fast immer zwei Weiterleitungen, meist rund um https oder www.
Hilft es, einfach die Cookies zu löschen?
Nur wenn der Fehler im Browser steckt, etwa nach einer schon behobenen Schleife. Tritt er auch im privaten Fenster oder auf anderen Geräten auf, liegt die Ursache auf dem Server und muss dort behoben werden.
Warum kommt die Schleife nur beim Login oder in wp-admin?
Dann erzwingt meist FORCE_SSL_ADMIN oder ein Plugin https im Admin-Bereich, während WordPress hinter einem Proxy die Verbindung nicht als verschlüsselt erkennt. Die Zeilen für den Proxy-Header in der wp-config.php lösen das oft.
Wie komme ich ohne Dashboard an die WordPress-Adresse?
Über die wp-config.php mit WP_HOME und WP_SITEURL, über phpMyAdmin in der Tabelle wp_options bei den Einträgen home und siteurl oder per WP-CLI mit wp option update. Die Konstanten in der wp-config.php haben Vorrang.

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