WordPress-FehlerMeldungen von WordPress

WordPress-Update fehlgeschlagen oder blockiert: Ursache finden und neu starten

„Another update is currently in progress.“ heißt: WordPress sperrt Updates des eigenen Kerns für 15 Minuten, damit nicht zwei gleichzeitig laufen. Bricht ein Update ab, bleibt diese Sperre als Eintrag core_updater.lock in der Tabelle wp_options stehen. Meist reicht es, 15 Minuten zu warten. Sonst löschst Du den Eintrag per phpMyAdmin oder WP-CLI. Scheitern Updates allgemein, liegt es fast immer an Dateirechten, zu wenig Speicherplatz, einem Timeout oder einem Plugin, das nach dem Update nicht mehr läuft.

So sieht die Meldung aus

  • Another update is currently in progress.
  • Momentan wird eine andere Aktualisierung durchgeführt.
  • Update failed.
  • Die Aktualisierung ist fehlgeschlagen.
  • The update cannot be installed because some files could not be copied. This is usually due to inconsistent file permissions.
  • Could not copy files. You may have run out of disk space.

Woran es liegt.

Hängende Update-Sperre

Vor jedem Update von WordPress selbst legt das System den Eintrag core_updater.lock an und löscht ihn am Ende wieder. Bricht der Vorgang vorher ab, etwa durch einen Timeout oder einen Absturz von PHP, bleibt der Eintrag stehen und blockiert neue Versuche bis zu 15 Minuten.

Fehlende Schreibrechte

Beim Update überschreibt WordPress Dateien in wp-admin, wp-includes und wp-content. Fehlen dort Rechte, meldet es, dass Dateien nicht kopiert werden konnten. Das passiert oft nach Umzügen oder wenn jemand Dateien per FTP mit einem anderen Benutzer hochgeladen hat.

Zu wenig Speicherplatz

Für ein Update lädt WordPress ein ZIP-Archiv herunter, entpackt es und legt bei Plugins und Themes zeitweise eine Sicherung der alten Version an. Das braucht ein Mehrfaches der eigentlichen Größe. Ist das Paket voll, bricht das Update beim Kopieren ab.

Timeout auf langsamen Servern

Langsame Server brauchen für Download und Entpacken länger, als max_execution_time erlaubt. PHP endet dann mitten im Update. Zurück bleiben die Sperre und manchmal auch die Datei .maintenance, die die Seite im Wartungsmodus festhält.

Plugin verträgt das Update nicht

Stürzt ein Plugin nach einem automatischen Update ab, spielt WordPress die vorige Version zurück und schickt eine E-Mail an die Admin-Adresse. Darin steht, welches Plugin betroffen ist. Beim nächsten Versuch passiert oft dasselbe.

Automatische Updates abgeschaltet

Konstanten wie AUTOMATIC_UPDATER_DISABLED oder WP_AUTO_UPDATE_CORE in der wp-config.php oder ein Plugin können automatische Updates stoppen. Dann schlägt nichts fehl, es passiert einfach gar nichts.

So behebst Du den Fehler.

Leg vor jeder Änderung eine Sicherung von Dateien und Datenbank an. Geh die Schritte der Reihe nach durch und prüf nach jedem, ob die Seite wieder lädt.

  1. Sichern und den Zustand der Seite prüfen

    Bevor Du eingreifst, sichere Dateien und Datenbank. Ruf dann Startseite und Dashboard auf. Steht dort nur „Briefly unavailable for scheduled maintenance“, hängt der Wartungsmodus. Wie Du ihn löst, steht auf der Seite zum hängenden Wartungsmodus.

  2. 15 Minuten abwarten

    Die Sperre für Updates des Kerns gilt 15 Minuten. Danach räumt WordPress sie beim nächsten Versuch selbst weg. Starte das Update dann unter Dashboard → Aktualisierungen neu und lass es nur in einem einzigen Tab laufen.

  3. Sperre per phpMyAdmin löschen

    Willst Du nicht warten oder bleibt die Meldung, öffne phpMyAdmin im Hosting-Panel und führe den Befehl unten aus. Ersetze wp_ durch das Präfix Deiner Tabellen. Es steht in der wp-config.php hinter $table_prefix.

    phpMyAdmin (SQL)
    DELETE FROM wp_options WHERE option_name = 'core_updater.lock';
  4. Oder per WP-CLI

    Mit SSH-Zugang geht es schneller. Der Befehl löscht den Eintrag über WordPress selbst, das Präfix der Tabellen spielt dabei keine Rolle. Starte das Update anschließend direkt im Terminal.

    Terminal (WP-CLI)
    wp option delete core_updater.lock
    wp core update
    wp core update-db
  5. Rechte und Speicherplatz prüfen

    Meldet WordPress, dass Dateien nicht kopiert werden konnten, prüfe den freien Speicher im Kundenbereich und die Rechte von wp-admin, wp-includes und wp-content. Ordner brauchen meist 755, Dateien 644. Außerdem muss alles dem Benutzer gehören, unter dem PHP läuft.

  6. Plugins und Themes einzeln aktualisieren

    Scheitert ein Plugin-Update, aktualisiere das Plugin allein statt in der Sammelaktion. Die Meldung in seiner Zeile nennt dann den Grund. Klappt es gar nicht, lade die neue Version beim Anbieter und ersetze den Plugin-Ordner per FTP.

  7. WordPress von Hand aktualisieren

    Scheitert das Update des Kerns immer wieder, lade die aktuelle Version von wordpress.org herunter und entpacke sie. Ersetze per FTP die Ordner wp-admin und wp-includes vollständig und lade die einzelnen Dateien aus dem Hauptordner hoch. Der Ordner wp-content und die wp-config.php bleiben unangetastet. Ruf danach wp-admin auf, falls WordPress die Datenbank aktualisieren will.

  8. Die E-Mail von WordPress auswerten

    Nach automatischen Updates schreibt WordPress an die Admin-Adresse, etwa mit dem Betreff „Some plugins have failed to update“. Die Nachricht nennt die betroffenen Plugins oder Themes. Prüfe genau diese einzeln und wirf einen Blick ins Fehlerprotokoll, falls eins nach dem Update abgestürzt ist.

  9. Hoster nach Laufzeit und Protokoll fragen

    Laufen Updates dauerhaft in einen Timeout, bitte den Hoster um mehr Laufzeit für PHP oder um einen Blick ins Serverprotokoll zur Uhrzeit des Updates.

Zuletzt geprüft am 25. September 2026.

So kommt er nicht wieder.

  • Vor größeren Updates eine vollständige Sicherung anlegen und prüfen, ob sie sich zurückspielen lässt.
  • Updates nie in mehreren Tabs oder von mehreren Personen gleichzeitig starten.
  • Im Hosting-Paket immer Luft beim Speicherplatz lassen, damit Updates entpackt werden können.
  • Nachrichten von WordPress an die Admin-Adresse lesen, sie melden fehlgeschlagene Updates als Erstes.

Fragen zu Update fehlgeschlagen oder hängt

Was bedeutet „Another update is currently in progress“?
WordPress nimmt an, dass schon ein Update läuft, weil der Eintrag core_updater.lock in der Datenbank steht. Nach 15 Minuten gibt WordPress die Sperre frei. Du kannst sie auch sofort löschen, wenn sicher kein Update mehr läuft.
Ist es gefährlich, core_updater.lock zu löschen?
Nein, solange wirklich kein Update mehr läuft. Der Eintrag ist nur eine Sperre. Löschst Du ihn während eines laufenden Updates, könnten zwei Vorgänge dieselben Dateien überschreiben.
Warum aktualisiert sich WordPress nicht mehr automatisch?
Nach einem schweren Fehler bei einem automatischen Update des Kerns setzt WordPress weitere automatische Updates aus, bis jemand von Hand aktualisiert. Auch Konstanten in der wp-config.php oder Plugins können sie abschalten.
Gehen bei einem fehlgeschlagenen Update Inhalte verloren?
In der Regel nicht. Inhalte wie Beiträge und Seiten stehen in der Datenbank, ein Update tauscht nur Programmdateien aus. Bei Plugins stellt WordPress nach einem Absturz oft die alte Version wieder her. Eine Sicherung vorher bleibt trotzdem Pflicht.

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