WordPress-FehlerProbleme ohne Meldung

WordPress weißer Bildschirm: Ursache finden und Seite zurückholen

Eine leere weiße Seite ohne jeden Text heißt bei WordPress „White Screen of Death“. Meist steckt ein PHP-Fehler dahinter, den der Server nicht anzeigt: ein Plugin oder Theme nach einem Update, ein zu knappes Speicherlimit oder eine abgebrochene Aktualisierung. Seit Version 5.2 zeigt WordPress in solchen Fällen oft die Meldung zum kritischen Fehler. Die weiße Seite gibt es trotzdem weiter, etwa wenn ein Cache die leere Fassung ausliefert. Schalte das Fehlerprotokoll ein, leere alle Caches und prüfe danach Plugins und Theme.

So sieht die Meldung aus

  • White Screen of Death
  • Weiße Seite ohne Fehlermeldung
  • WordPress zeigt nur eine leere Seite
  • wp-admin bleibt weiß

Woran es liegt.

Versteckter PHP-Fehler

Auf Live-Servern ist die Anzeige von PHP-Fehlern fast immer abgeschaltet. Bricht ein Skript ab, bekommt der Browser deshalb nur eine leere Antwort. Welcher Fehler es war, steht allein im Protokoll.

Plugin oder Theme nach einem Update

Ein neues Plugin, ein Update oder eine Änderung an der functions.php enthält einen Fehler oder passt nicht zur PHP-Version des Servers. WordPress bricht beim Laden ab, bevor es irgendetwas ausgeben kann.

Arbeitsspeicher reicht nicht

Braucht ein Seitenaufruf mehr Speicher, als PHP erlaubt, endet das Skript sofort. Seitenbaukästen, Shops und ein Dashboard mit vielen Erweiterungen stoßen besonders oft an diese Grenze.

Cache liefert eine leere Fassung aus

Hat ein Cache im Plugin, auf dem Server oder beim CDN die leere Seite einmal gespeichert, sehen Besucher sie weiter. Das gilt auch dann, wenn der eigentliche Fehler längst behoben ist.

Abgebrochene Aktualisierung

Reißt ein Update von WordPress mitten im Kopieren ab, fehlen Dateien oder sind nur halb geschrieben. Die Core-Dateien passen dann nicht mehr zusammen und die Seite bleibt leer.

Fehlerbehandlung abgeschaltet

Steht in der wp-config.php die Konstante WP_DISABLE_FATAL_ERROR_HANDLER auf true, zeigt WordPress bei schweren Fehlern keinen Hinweis und verschickt auch keinen Link zum Wiederherstellungsmodus.

So behebst Du den Fehler.

Leg vor jeder Änderung eine Sicherung von Dateien und Datenbank an. Geh die Schritte der Reihe nach durch und prüf nach jedem, ob die Seite wieder lädt.

  1. Eingrenzen, wo die Seite weiß bleibt

    Rufe in einem privaten Fenster die Startseite, eine Unterseite und /wp-admin auf. Ist nur das Dashboard weiß, deutet das auf ein Plugin oder den Speicher. Ist nur die Website leer, denk an Theme und Cache. Sieh außerdem ins Postfach der administrativen E-Mail-Adresse: Erkennt WordPress einen schweren Fehler in einem Plugin, kommt dort ein Link zum Wiederherstellungsmodus an.

  2. Sicherung ziehen und Fehler sichtbar machen

    Lade vorher wp-config.php und den Ordner wp-content herunter und exportiere die Datenbank. Tausche dann in der wp-config.php die vorhandene WP_DEBUG-Zeile gegen den Block unten und rufe die weiße Seite erneut auf. In wp-content/debug.log steht danach ein Eintrag mit „PHP Fatal error“, Datei und Zeilennummer. Findest Du WP_DISABLE_FATAL_ERROR_HANDLER in der Datei, nimm die Zeile heraus. Nach der Reparatur setzt Du WP_DEBUG wieder auf false.

    wp-config.php
    define( 'WP_DEBUG', true );
    define( 'WP_DEBUG_LOG', true );
    define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );
    @ini_set( 'display_errors', 0 );
  3. Alle Caches leeren

    Leere den Cache Deines Cache-Plugins, den Server-Cache im Hosting-Panel und den Cache beim CDN, falls Du eines nutzt. Ohne Dashboard löschst Du per FTP den Inhalt von wp-content/cache, dort legen viele Cache-Plugins ihre gespeicherten Seiten ab. Erscheint danach wieder Inhalt, war nur eine gespeicherte leere Fassung schuld.

  4. Plugins einzeln prüfen

    Wer SSH hat, arbeitet am schnellsten mit WP-CLI: Notiere die aktiven Plugins, schalte alle ab und aktiviere sie danach einzeln. Beim Plugin, nach dem die Seite wieder weiß wird, hast Du den Auslöser. Ohne SSH erreichst Du dasselbe, wenn Du im Dateimanager des Hosters den Ordner wp-content/plugins kurzzeitig anders benennst.

    Terminal (WP-CLI)
    wp plugin list --status=active
    wp plugin deactivate --all
    wp plugin activate <plugin-slug>
  5. Auf ein Standard-Theme wechseln

    Bleibt die Seite ohne Plugins weiß, wechsle testweise auf ein Standard-Theme. Per WP-CLI installierst und aktivierst Du es mit einem Befehl. Taucht die Seite dann auf, sitzt der Fehler im bisherigen Theme, häufig in einer frisch bearbeiteten functions.php, in der schon ein fehlendes Semikolon genügt.

    Terminal (WP-CLI)
    wp theme install twentytwentyfive --activate
  6. Mehr Arbeitsspeicher freigeben

    Meldet das Protokoll „Allowed memory size of … bytes exhausted“, fehlt WordPress Arbeitsspeicher. WP_MEMORY_LIMIT gilt für die Website, WP_MAX_MEMORY_LIMIT für das Dashboard. Setze beide Zeilen oberhalb der Zeile „That's all, stop editing!“. Sie wirken nur bis zu der Grenze, die Dein Hoster für PHP erlaubt.

    wp-config.php
    define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );
    define( 'WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '512M' );
  7. Core-Dateien prüfen und ersetzen

    Kam die weiße Seite direkt nach einem Update von WordPress, fehlen vielleicht Dateien. WP-CLI vergleicht alle Core-Dateien mit den Prüfsummen von wordpress.org. Meldet es Abweichungen, spielst Du dieselbe Version frisch darüber. Deine Inhalte in wp-content und die Zugangsdaten in der wp-config.php fasst der Befehl nicht an.

    Terminal (WP-CLI)
    wp core version
    wp core verify-checksums
    wp core download --version=<Version> --force --skip-content
  8. Den Hoster einschalten

    Bleibt debug.log leer und ändert keiner der Schritte etwas, bitte den Support Deines Hosters um das Fehlerprotokoll des Webservers. Dort stehen auch Abbrüche, die WordPress selbst nicht mehr festhalten kann, etwa durch ein Zeitlimit oder eine Firewall auf dem Server.

Zuletzt geprüft am 25. September 2026.

So kommt er nicht wieder.

  • Updates zuerst auf einer Testkopie einspielen, wenn Dein Hoster eine Staging-Umgebung anbietet.
  • Die functions.php nie im Theme-Editor des Dashboards ändern, sondern per FTP und mit einer Kopie der alten Datei.
  • Automatische Sicherungen einrichten, die außerhalb des Webspace liegen und sich schnell zurückspielen lassen.
  • Die administrative E-Mail-Adresse aktuell halten, damit Dich der Link zum Wiederherstellungsmodus erreicht.

Fragen zu Weißer Bildschirm (White Screen of Death)

Was ist der White Screen of Death bei WordPress?
So heißt eine komplett leere Seite ohne Text und ohne Fehlermeldung. Der Server antwortet zwar, aber PHP ist vorher abgebrochen. Meist sind ein Plugin, das Theme oder zu wenig Arbeitsspeicher die Ursache.
Warum sehe ich eine weiße Seite statt der Meldung zum kritischen Fehler?
Den Hinweis auf einen kritischen Fehler gibt es nur, wenn die Fehlerbehandlung von WordPress greift. Ist sie per Konstante abgeschaltet, läuft eine sehr alte Version oder liefert ein Cache die leere Seite aus, bleibt der Bildschirm einfach weiß.
Warum ist nur wp-admin weiß, die Website aber nicht?
Im Dashboard laufen zusätzliche Plugin-Funktionen und es braucht mehr Speicher als die Website. Sieh zuerst ins Fehlerprotokoll, schalte dann die Plugins ab und hebe WP_MAX_MEMORY_LIMIT an, wenn der Speicher knapp ist.
Sind meine Inhalte bei einer weißen Seite verloren?
In aller Regel nicht. Beiträge, Seiten und Einstellungen liegen in der Datenbank und bleiben unberührt. Der Fehler sitzt im Code, der die Seite erzeugt. Eine frische Sicherung vor jeder Reparatur ist trotzdem Pflicht.

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